Barbaresco Gallina La Spinetta 2006

Aus dem WEINWISSER:

La Spinetta: Traditionelle Sorten modern interpretiert

Bruno und Giorgio Rivetti, zwei der drei Brüder, die La Spinetta im Piemont wie auch das jüngere toskanische Weingut

Casanova in den vergangenen 20 Jahren zu bedeutenden Namen der italienischen Weinszene gemacht haben

Die Weine von La Spinetta polarisieren. Die einen lieben die Art und Weise, wie sie

Kraft mit Eleganz verbinden, und rechnen sie zu den Glanzlichtern des Piemont.

Andere lehnen die Spinetta-Weine als zu glatt, zu geschliffen, kurz: als untypisch

ab. Sei's drum: Die drei Rivetti-Brüder Bruno, Carlo und Giorgio haben ihre eigenen

Überzeugungen. Sie setzen ausschliesslich auf einheimische, also typische Sorten.

Dabei bescheiden sie sich mit untypisch niedrigen Traubenerträgen. Und sie

arbeiten mit einer Leidenschaft und Intelligenz, die das traditionelle, ortsübliche

Mass weit übersteigen. 2005 und 2006 sind ihnen grossartige Weine gelungen,

findet Jens Priewe.

La Spinetta liegt mitten in der Süssweinzone des Piemont. Bekannt und gross geworden ist das Weingut

durch seinen süssen, schäumenden Moscato d'Asti. Dieser traditionelle Wein, der noch immer 30 % der

Spinetta-Produktion ausmacht, hat in den 1980er und 1990er Jahren das finanzielle Rückgrat für die

Expansion in den Rotweinsektor geschaffen. Der Erwerb von drei Spitzenlagen im Barbaresco-Anbaugebiet,

die Übernahme alter Barbera-Weinberge in der Asti-Zone, im Jahre 2000 schliesslich der Kauf des Vier-

Hektar-Weinguts Campè bei Barolo bilden heute die Basis für eine eigene, unabhängige Traubenversorgung.

 WEINWISSER N° 09/2009

2006 Vigneto Gallina Barbaresco DOCG, La Spinetta, Castagnole Lanze:

Von einer der besten Lagen der Barbaresco-Zone kommend (die bis 1995 von Bruno Giacosa

genutzt wurde), weist dieser Wein trotz völlig anderer Vinifikation (Rotofermenter, Barrique)

deutliche Ähnlichkeiten mit den Weinen Giacosas auf: eine relativ helle, fast granatrote Farbe, eine

unerhörte Eleganz, ein sensationell feines Tannin – grosse Terroirs sind stärker als der Arm des

Winzers. Feinwürzige Nase von eingelegten Kirschen, Erdbeerbowle, Trockenblumen, Baldrian.

Trotz mächtiger Tannin- und Alkoholstruktur ein Wein von spielerischer Leichtigkeit und

unerhörtem Charme. Auf jeden Fall der eleganteste von Rivettis drei Lagen-Barbarescos in diesem

Jahr. (ca. 90 €)

19/20 2010–2025

 

Preis

€ 105.00 89.00
Pro Flasche: (1L/€118.66)

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